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So kreierst Du zu Hause Deine Montessori-Lernoase

Von den Expert*innen von Studio Belize® - Design Studio für Kinderprodukte:

Entdecke die faszinierende Montessori-Methode von Maria Montessori. Möchtest du Montessori-Prinzipien zu Hause anwenden? Hier erfährst Du praktische Tipps für Deine Montessori-Umgebung in der Küche, im Kinderzimmer und im Wohnzimmer. Lerne die Umgebung zu so zu organisieren Montessori-Spiele in den Alltag integriert werden, die Konzentration und die Motivation Deines Kindes gefördert wird. Kleine Veränderungen können selbstbestimmtes Lernen zu Hause ganz leicht möglich machen.

Inhalt

 

Wie schaffe ich zu Hause eine Montessori-Umgebung?

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Was ist die Montessori Methode?

Die Montessori-Methode wurde vor mehr als 100 Jahren von der italienischen Ärztin Maria Montessori entwickelt und basiert auf der Überzeugung, dass Kinder in der Lage sind, ihre Lernerfahrungen selbst zu initiieren. Wenn Du eine Montessori Einrichtung wie einen Montessori-Kindergarten besuchst, wirst Du einen großartigen Mix aus Materialien und Aktivitäten vorfinden, die speziell für vielseitiges Lernen entwickelt sind - das heißt, die Schüler werden körperlich, kognitiv, emotional und sozial gefordert.

Wie richtet man sein zu Hause nach Montessori ein?

Die meisten Menschen haben schon von der Montessori Pädagogik gehört, aber viele wissen nicht, dass die Theorien von Montessori auch Konzepte sind, die man zu Hause erfolgreich umsetzen kann. Denn Kinder lernen nicht nur dann, wenn sie in der Schule sind, sondern sie lernen überall dort, wo sie sich gerade befinden. Und die meiste Zeit befinden sich Kinder in ihrem zu Hause.

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Warum sollten Eltern erwägen, die Montessori Prinzipien zu Hause anzuwenden?

Es gibt viele Gründe, aber der wichtigste ist, dass es eine großartige Möglichkeit ist, die angeborene Fähigkeit der Kinder zu erkennen und zu entwickeln, durch sinnvolles Spielen die Welt um uns herum kennenzulernen. Mit ein paar Veränderungen in Deiner Wohnumgebung kannst Du die natürliche Neugier und die Lernfähigkeit Deiner Kinder über Jahre hinweg fördern.

Montessori Prinzipien zu Hause umsetzen

Wenn es darum geht, die Montessori Prinzipien zu Hause umzusetzen, sind die meisten Eltern von der Idee fasziniert, aber sie wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Aber es beginnt mit einer Änderung der Denkweise. Als Elternteil muss man zunächst verstehen, dass Kinder - selbst die Kleinsten - zu mehr fähig sind, als man denkt. Sobald man dies erkannt hat, kann man einige Veränderungen in seinem zu Hause vornehmen, damit der Montessori Lifestyle zu Hause gelingt.

 

Hier sind einige Möglichkeiten, wie Du eine Montessori Umgebung für Dein Kind schaffen kannst:

 

1. Organisiere Deine Umgebung

"Ein Platz für alles und alles an seinem Platz" ist einer der wichtigsten Grundsätze von Montessori für zu Hause. Wenn jeder Gegenstand einen bestimmten Platz hat, wird Dein Kind schnell lernen, wo alles hingehört. Dies ist ein wichtiges Instrument, um ihm beizubringen, für seine Sachen verantwortlich zu sein und die von ihm verursachte Unordnung aufzuräumen. Damit dies gelingt, musst Du vor allem dafür sorgen, dass die Dinge für Dein Kind besser zugänglich sind.

 

In welchem Raum hält sich Dein Kind am meisten auf?

Fange dort an und richte diesen Raum nach den Montessori Grundsätzen ein, danach kannst Du Schritt für Schritt die anderen Zimmer angehen. Im Folgenden findest Du einige der besten Montessori Einrichtungsideen für Dein zu Hause, die das Lernen und die Selbstständigkeit Deines Kindes fördern.

 

Montessori in der Küche

Deine Küche bietet Deinem heranwachsenden Kind zahlreiche Möglichkeiten zur Selbstständigkeit - von der Hilfe beim Einräumen der Lebensmittel bis zum Aufräumen der Böden und Tische nach einer Mahlzeit. Wenn Du deine Küche so einrichtest, dass die Dinge leicht zu erreichen sind und die Aufgaben für Deine Kleinen vereinfacht werden, werden sie ermutigt, mehr Dinge mit weniger Anleitung zu tun.

 

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Beachte diese Vorschläge, um Deine Küche für Dein Kind zugänglicher zu machen:

Aufbewahrung von Lebensmitteln und Getränken: Bewahre gesunde Snacks / Obst ganz unten im Kühlschrank oder in einer Obstschale auf dem Esstisch auf, damit sich Dein Kind selbst bedienen kann. Bewahre Getränke in kleinen Karaffen auf einem Tablett mit kleinen Bechern auf und stelle das Tablett dort hin, wo dein Kind problemlos hinkommt. Wenn Dein Kind Durst hat, darf es sich selbst bedienen - achte nur darauf, dass ein Geschirrtuch in der Nähe ist, mit dem es auch eventuelle Verschmutzungen sauber machen kann.
Lernturm und Tritthocker: Stelle sowohl in der Küche als auch im Bad Tritthocker auf, damit Dein Kind sich die Hände waschen und - im Falle der Küche - bei der Zubereitung der Mahlzeiten und beim Abwasch helfen kann.
Tische und Stühle:
Stelle in der Küche einen Tisch und einen Stuhl in Kindergröße auf, damit Dein Kind seine eigene Mahlzeit (einfache Snacks etc.) zubereiten kann und einen bequemen Platz zum Sitzen und Essen hat. Bringe Deinem Kind ebenfalls bei, wie es nach dem Essen aufräumt und wie es den Essbereich sauber hält. 
Utensilien: Bewahre die Lieblingsutensilien (Schüsseln, Teller, Tassen etc.) Deines Kindes in einem niedrigen Schrank oder in einer Schublade auf, damit es diese Gegenstände leicht erreichen und nach dem Aufräumen wieder einräumen kann. Wenn Du deinem Kind echte Utensilien anstelle von Spielversionen gibst, lernt es auch, sie am Esstisch richtig zu benutzen.
 

Wie richte ich das Kinderzimmer nach Montessori ein?

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Das Kinderzimmer nach Montessori sollte klar strukturiert, frei zugänglich und übersichtlich sein. An diesem Ort stehen Deinem Kind spezifisch eingerichtete Bereiche, wie der Spiel-, Schlaf-, Arbeits- und Ruhebereich zur Verfügung. Du solltest dafür sorgen, dass das Zimmer minimalistisch und mit Möbeln eingerichtet ist, die Gegenstände dem Kind zugänglich machen. Das Kind sollte in der Lage sein, selbst zu entscheiden, wann es einen Gegenstand nutzen möchte, diesen zu holen oder auch zurück zubringen. Überforderung und Ablenkung durch zu viele Gegenstände, Spielzeuge oder grelle Wandfarben sollte vermieden werden. 

 

Kleidung: Bewahre die Kleidung in niedrigen Schubladen oder Körben auf, und bringe die Kleiderstange auf Augenhöhe, damit Dein Kind seine Kleidung gut erreichen kann. Es ist auch ratsam, die Schubladen, Körbe und Schränke Deines Kindes mit jahreszeitlich passender Kleidung zu bestücken. So hilfst Du deinem Kind bei seiner selbstständigen Entscheidungsfindung enorm und Dein Kind wird nicht auf die Idee kommen z. B. im Sommer einen Wintermantel tragen zu wollen. Mit zunehmendem Alter wird Dein Kind verstehen, wann bestimmte Kleidungsstücke angemessen sind, und Zugang zu seiner gesamten Garderobe erhalten.

 

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Aufbewahrung von Spielzeug: Stelle Spielzeuge, Spiele und Bastelutensilien in niedrige offene Regale, damit Dein Kind leicht darauf zugreifen kann. Verteile diese Spielzeuge dann auf verschiedene Körbe und Behälter, damit die Gegenstände getrennt bleiben und leicht zu finden sind, ohne sich durch Stapel anderer Spielzeuge wühlen zu müssen.

 

Bett: Für Montessori Schlafzimmer ist ein Bodenbett ratsam, damit Dein Kleinkind leichten Zugang zu seinem Bett hat und es nach Belieben betreten und verlassen kann. Außerdem ist das Verletzungsrisiko bei einem Fall aus dem Bodenbett im Vergleich zu einem konventionellen Bett deutlich minimiert.

 

Dekoration: Hole die Meinung Deines Kindes über die Art der Dekoration in seinem Zimmer ein. Denke an seine Interessen und gestalte den Raum nach seinen Vorlieben - z. B. mit Blumen, Sternen und Planeten oder Dinosauriern. Ein Spiegel im Zimmer hilft älteren Kindern bei der Auswahl ihrer Kleidung und Babys und Kleinkinder lieben es ihr eigenes Spiegelbilder zu sehen.

 

Im Rahmen des Montessori-Ansatzes werden die Eltern außerdem ermutigt, das Spielzeug und die Bücher ihrer Kinder alle paar Wochen auszutauschen. So soll die Neugierde der Kinder geweckt und Langeweile verhindert werden. Dies mag manchen Eltern zu viel erscheinen, aber am besten ist es, wenn Du die Gegenstände in deinem Regal entsprechend den Jahreszeiten und den aktuellen Interessen Deines Kindes austauschst. Begeistert es sich für Autos? Dann stelle einen Korb mit Autos und ein paar altersgerechte Bücher in die Regale. Welche Themen Deine Kinder auch immer interessant finden, wichtig ist, dass Du sie zum Forschen und zur Kreativität anregst.
 

Wie richte ich das Wohnzimmer nach Montessori ein?

Wenn Du dein Wohnzimmer in einen Montessori Raum umgestalten möchtest, kannst Du ähnlich vorgehen wie bei der Einrichtung des Kinderzimmers - allerdings mit einigen Anpassungen! Dein Wohnzimmer ist immer noch das Familienzimmer, also musst Du nicht den gesamten Bereich in eine Montessori Lernumgebung umwandeln. Jedoch kannst Du einen kleinen Bereich oder eine Ecke nur für Dein Kind einrichten. Dazu empfehlen wir folgende Punkte zu berücksichtigen:

Regale: Du kannst offene Regale aufstellen, um eine spezielle Montessori Umgebung mit Lernkarten, Puzzles, Büchern, Spielzeug und anderen Lernmaterialien zu gestalten. Trenne die Spielsachen wie im Kinderzimmer, indem Du sie in Körbe legst oder ihnen bestimmte Plätze in den Regalen zuweist. So weiß Dein Kind, wohin es die Gegenstände zurückbringen muss.
Aufbewahrung von Gegenständen: Wenn Du die Spielsachen und Bücher deines Kindes regelmäßig austauschst, solltest Du sie an "versteckten" Orten aufbewahren. Diese Orte können hinter der Couch, in Schränken oder in Aufbewahrungsbehältern sein.

 

Spielmatten

Neben einem Tisch und einem Stuhl im Zimmer Deines Kindes kannst Du bunte Spielmatten verwenden, um zu markieren, wo Dein Kind seine Aktivitäten durchführen kann. Wir empfehlen Matten aus natürlichen Materialien, die sich leicht zusammenrollen und wieder verstauen lassen.
 

Alltagsaufgaben meistern

    Schon kleine Kinder sind in der Lage, im Haushalt mitzuhelfen. Wenn Du ihnen schon in jungen Jahren beibringst, auf sich selbst und ihre Umgebung aufzupassen, bereitest du dein Kind darauf vor, später ein rücksichtsvoller, fähiger Erwachsener zu sein. Das bedeutet, dass man als Mama oder Papa Geduld mitbringen muss, wenn man seinem Kind beibringt, wie es den Tisch nach dem Essen richtig abwischt oder in welchen Schrank es seine Tassen stellt. Aber Kinder sind so aufnahmefähig, dass es nicht lange dauern wird, bis sie das selbstständig tun können.
    Denke daran, die Aufgaben an das Alter und die Fähigkeiten Deines Kindes anzupassen. So sind jüngere Kinder durchaus in der Lage zu lernen, Pflanzen zu gießen, Haustiere zu füttern, den Tisch nach dem Essen abzuwischen und ihr Spielzeug aufzuheben. Ältere Kinder können komplexere Aufgaben wie die Zubereitung von Mahlzeiten und simple Hausarbeiten in ihre Routine einbauen. 
     

    Konzentration lernen

      Viele Erwachsene glauben, dass kleine Kinder sich nicht konzentrieren können, und es stimmt auch, dass Kinder sich nicht so lange auf etwas konzentrieren können wie Erwachsene. Nach der Montessori Methode ist dies jedoch eine Fähigkeit, die Du bei deinem Kind schon in jungen Jahren kultivieren kannst. Es gelingt am besten, wenn Du herausfindest, wofür sich dein Kind interessiert und ihm die Materialien und den Raum zur Verfügung stellst, die es braucht, um es gründlich zu erforschen.
      Am Anfang gehen viele Menschen fälschlicherweise davon aus, dass sie ihrem Kind einen Raum geben müssen, der von der übrigen Familie abgeschottet ist. Das ist aber nicht der Fall. Manche Kinder brauchen zwar mehr Privatsphäre als andere, aber es ist wichtig, herauszufinden, wie Dein Kind am besten arbeitet, und dies dann zu fördern. Manche Kinder arbeiten gerne am Küchentisch in der Mitte des Hauses. Andere bevorzugen die Privatsphäre ihres Kinderzimmers oder eine ruhige Ecke in einem Spielzimmer. 
       

      Fokus auf innere Motivation, nicht auf Belohnungen

        Die Montessori-Methode legt keinen Wert darauf, Kinder für ihr Verhalten zu belohnen, z. B. mit Aufklebern oder Süßigkeiten. Verbales Lob wird geschätzt - jedoch ist es wichtig, darauf zu achten, dass es in Maßen gegeben wird. Das Wichtigste ist, dass Du deinen Kindern beibringst, die Gefühle der Freude und des Stolzes zu genießen, wenn sie etwas Neues lernen oder eine Aufgabe meistern.

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